Zur Sache: Diesel-Fahrverbote

Am Ende waren es dann wieder die Gerichte, die entschieden haben, dass die Gesundheit und damit die körperliche Unversehrtheit einen höheren Wert haben als individuelle Bequemlichkeit.

Endlich! Am Ende waren es dann wieder die Gerichte, die entschieden haben, dass die Gesundheit und damit die körperliche Unversehrtheit einen höheren Wert haben als individuelle Bequemlichkeit. Weil die Politik sich seit Jahren nicht in der Lage sieht, der Wahrheit in die Augen zu sehen: Der Straßenverkehr verpestet die Luft und jährlich sterben viele Tausend Menschen an Feinstaub und Abgasen.

Die Richtlinien sind lange bekannt und dass dafür Maßnahmen notwendig sein werden auch. Fachleute streiten eher, ob die von der EU definierten Obergrenzen nicht noch viel zu lasch sind – bisherige wirtschaftsfreundliche Praxis der Kommission lässt jedenfalls wenig Zweifel daran aufkommen, dass Handlungsbedarf besteht.

Seit vielen Jahren verarschen insb. deutsche Autokonzerne Kunden und Bürger gleichermaßen. Tests werden manipuliert um Normen „einzuhalten“. Folgen des immer weiter steigenden Individualverkehrs werden kleingeredet, neue Technologien bekämpft bis es nicht mehr geht und immer fleißig lobbyiert um die eh schon dürftigen gesetzlichen Einschränkungen noch weiter aufzuweichen.

Und, wann tobt der Mob? Genau, wenn Gerichte sich zur Abwechslung mal auf die Seite derer stellen, die tagtäglich in Deutschlands Innenstädten an jahrzehntelanger, auf das Auto fixierter Fehlplanung leiden.

Leute: Wenn Ihr wirklich so ignorant seid und noch immer in Frage stellt, dass Autoabgase die Gesundheit schädigen, empfehle ich den Standard-Hexen-Test: Stellt Euch in Eure Garage, macht das Tor zu, lasst den Motor laufen und schaut, was passiert. Gibt zwei Möglichkeiten: A) Ihr habt Recht und könnt aller Welt davon berichten. B) Ihr habt nicht Recht und das Problem hat sich für alle Seiten erledigt.

Und für alle, die jetzt argumentieren, dass die Mobilität nicht eingeschränkt werden darf: Stimmt. Darum das Angebot an Bussen und Bahnen ausbauen, Radverkehr stärken und gerade in Städten sicherer machen und vor allem dem Fußgängerverkehr absoluten Vorrang geben. Dann kommt Ihr auch weiter schön bequem von A nach B und es klappt auch noch mit Umwelt und Gesundheit. Danke!

Autor: tomatenfisch

If I can´t dance to it, it´s not my revolution. emotionale Dampfwalze eitle Rampensau immerwaehrender Besserwisser und trotzdem gibt es Leute die mich moegen. Verrückt. :-) Fav's: Stockholm; Punk; IndieRock; Dancing; Parties; Running; Vodka; NewEngland; RedSox; Tea; JellyBeans; Books; Movies; RadioEins and about thousand other things that make life worth living every single day...

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